Haiti

Wiederaufbau in Haiti

 

 

Projektregion: Cité Soleil/Port-au-Prince

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Bildung

 

Projektlaufzeit: 2011

 

 

Nachdem die Projektmaßnahmen des kürzlich in Haiti durchgeführten Projekts erfolgreich beendet wurden, Dr. Ohoven jedoch auf ihrer Reise erkennen musste, dass auch weiterhin viel getan werden muss, zögerte die Stiftung UNESCO nicht, erneut zur Hilfe aufzurufen: Im Rahmen der Hilfsmaßnahmen wurde Anfang 2011 in dem Slum "Cité Soleil", nahe der Hauptstadt Port-au-Prince, eine Schule aufgebaut.

 

Im Februar 2012 wurde nun die Grundschule feierlich eröffnet und 1.200 Kinder im Grundschulalter erhalten wieder die Möglichkeit, eine nahegelegene Schule zu besuchen. Die neue Schule hat eine Grundfläche von 998m² und wurde mit einem Erdgeschoß und einem Stockwerk errichtet. Im Erdgeschoß befinden sich die Administrationsräume sowie ein großer, teilweise überdachter und begrünter Innenhof mit Spielgeräten sowie die sanitären Anlagen. Im ersten Stockwerk befinden sich insgesamt elf Klassenzimmer. 

 

Die am Bau beschäftigten Arbeiter komen alle aus der direkten Umgebung und haben ihren Beruf im Berufsschulzentrum der Salesianer erlernt.

 

Zusätzlich wurden im Laufe der Projektdurchführung Bedürfnisse identifiziert, die in den weiteren Verlauf der Aktivitäten inkludiert wurden:

-          Errichtung eines unterirdischen Wasserspeichers

-          Bau einer zusätzlichen Klärgrube

-          Einbau von zusätzlichen Metallgittern an Fenstern und Türen zur besseren Sicherheit

-          Bau von zusätzlichen Toiletten

 

„Erdbeben in Haiti“ – Schutz der Kinder und Traumabewältigung nach dem Erdbeben

 

 

Projektregion: La Saline/Port-au-Prince

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Bildung

 

Projektlaufzeit: 2010 - 2011

 

Die Einrichtungen der Salesianer, wie das Zentrum für Straßenkinder und das Ausbildungszentrum wurden von dem Erdbeben schwer getroffen. Unter den Dächern des ENAM Berufsausbildungszentrums wurden mehr als 150 junge Lehrer begraben, hunderttausend Kinder haben ihre Eltern verloren.

 

Sie mußten lernen, das Trauma zu verarbeiten und in neuen Familienkonstellationen zu leben. Sie erhielten unzureichende Ernährung und Hygiene und waren Opfer täglicher Gewalt, Vergewaltigungen und Drogenmissbrauchs.

 

Nach dem Erdbeben bemühten sich die Salesianer und die Schwestern der Salesianer so viele Kinder und Jugendliche wie möglich unterzubringen. Die größte Herausforderung war dabei der Schutz der Kinder gegenüber der steigenden Gewalt und vor den Gefahren durch zerstörte, baufällige Wände und Zäune.

 

Das Projekt unterstützte 2.500 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3 und 20 Jahren, die in Slumgebieten von La Saline und der Umgebung leben und trug zu einer Verbesserung ihrer Lebensbedingungen bei. Sie erhielten die Möglichkeit, zur Schule zu gehen und an abendlichen Workshops teilzunehmen. 350 Jungen und Mädchen, die auf der Straße leben, wurden durch Job-Trainings unterstützt und 150 weiteren Jungen der Schulbesuch und eine Berufsausbildung ermöglicht.

 

Durch die Bereitstellung regelmäßigen Schulbesuchs, freier Workshops, Spiel- Sessionen am Abend und Trauma-Workshops in den Straßenkinderzentren, konnten die Kinder ihre Traumata bewältigen.

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