Argentinien
Bau zweier Klassenräume im Centro Don Bosco
Projektregion: Avellaneda
Begünstigte: Kinder
Schwerpunkt: Bildung
Projektlaufzeit: 2011
Avellaneda ist Teil der Metropole Buenos Aires. Die Stadt grenzt im Nordwesten direkt an das Stadtgebiet von Buenos Aires an. Eine integrierte Schul- und Berufsbildungseinrichtung liegt im Gebiet von Gerli. Das Einzugsgebiet der Einrichtung erstreckt sich über 15-20 Quadratkilometer.
Der größte Teil der Kinder, die die Einrichtung besuchen, kommt aus den sogenannten Villas und hat hier oftmals die einzige Möglichkeit eine schulische oder berufliche Ausbildung zu erhalten.
Da die räumlichen Kapazitäten mehr als ausgeschöpft waren, konnte die Erweiterung der Sekundarschule und damit auch der Erhalt der staatlichen Anerkennung nur durch den Bau von zusätzlichen Klassenräumen erfolgen. Die Stiftung UNESCO hat 2011 das Projekt finanziell unterstützt, damit mit dem Ausbau der Einrichtung begonnen werden konnte.
Hilfe für Straßenkinder
Projektregion: Buenos Aires
Begünstigte: Kinder und Jugendliche
Schwerpunkt: Bildung
Projektlaufzeit: 2005
41,5 % der Einwohner von Buenos Aires, mit mehr als 900 000 Kindern jünger als 12 Jahren, haben keinen Zugang zu einer Grundversorgung und 76,65 % haben kein fließendes Wasser.
Die Kindersterblichkeit liegt bei 28,6% innerhalb einer Kommune. Seit 1992 ist die Anzahl ausgegrenzter Jugendliche auf 62% angestiegen und 2 Mio. von ihnen sind im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Mehr als ein Viertel der Jugendlichen hat weder einen Zugang zu Bildung, noch zu Arbeit.
Ein Dorf, das in einem unmittelbaren Randgebiet der Hauptstadt angesiedelt ist, ist der Versuch einer Lösungsfindung für die Straßenkinder von Buenos Aires. Zelte wurden in dem Dorf aufgestellt und boten Jugendlichen, die keine Hilfe von ihren Familien oder von staatlichen Institutionen erhielten, einen Lebensraum und somit grundlegende Unterstützung.
„Das Dorf“ wurde von der Fundación Servicio Paz y Justicia, einer Stiftung, die einen beratenden Status für die Vereinten Nationen und die UNESCO einnimmt, hat, errichtet. Die Stiftung arbeitet seit 25 Jahren und seit 10 Jahren unterstützt sie lateinamerikanische Staaten bei der beruflichen und kulturellen Integration Jugendlicher im Umfeld der Millionenstädte.
Im Zuge des Projekts wurde ein Ausbildungszentrum, das von der Direktion für Bildung und Kultur in Buenos Aires anerkannt wird, errichtet. Das Zentrum beherbergt heute 130 Kinder im Alter von 11 bis 24 Jahren mit fünfzehn Workshops, in denen junge Menschen eine Ausbildung erhalten, in der Mechanik, Schreinerei, Landwirtschaft, Viehzucht, Bienenzucht, Gartenbau, Nahrungsmittel (Backwaren, Käse) oder Handwerk gelehrt werden. Die Stiftung leistet einen Teil der Nahrungsmittel-Versorgung durch den Anbau von Produkten für die tägliche Ernährung der jungen Menschen auf einem Grundstück von 10 Hektar, selbst.
Die Bindung der Kinder an die Aktivitäten des Centers, die Qualität der Lehrinhalte und eine ausgewogene Ernährung wurden sichergestellt. Ausgebildet in einem Beruf, erhielten die jungen Menschen die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben und erhielten ein Diplom, welches vom Staat anerkannt wurde und ihnen somit gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bot.
