Russische Förderation

Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder

 

 

Projektregion: Brjansk

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Gesundheit

 

Projektlaufzeit: 2009 - 2010

 

Der ehemalig gut entwickelte Wirtschaftsstandort Brjansk ist durch den Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 hart getroffen worden. Die extrem hohe radioaktive Strahlung in der Region brachte schwere gesundheitliche Schäden für die lokale Bevölkerung – besonders für die Kinder – mit sich.

 

Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Katastrophe leiden immer noch über 62% der Kinder unter Funktionsstörungen und 14% an chronischen Erkrankungen. Jedes Jahr erhöht sich die Zahl der psychisch und körperlich benachteiligten Kinder in der Region Brjansk.

 

Die Hauptursachen für dieses Phänomen sind die schwierige ökologische Situation, die schlechte Qualität der medizinischen Versorgung und die häufigen Fälle von Erkrankungen der Eltern, insbesondere der Mütter. Es gibt vergleichsweise nur wenig staatlich organisierte Institutionen für die Rehabilitation der Kranken und Behinderten, die zudem unzureichend und nicht nach modernen Kriterien ausgestattet sind.

 

Ziel des Projekts der Stiftung UNESCO war es, die Rehabilitationsmaßnahmen zu erweitern und das höchstmögliche Maß an Bildung und Ausbildung für jedes behinderte Kind, samt der Sozialisierung und Integration in die Gesellschaft zu gewährleisten. Hierzu wurden, neben dem Bau von neun Rehabilitationszentren für behinderte Kinder, Logistik-Einrichtungen modernisiert, die Technik und Rehabilitationsmaßnahmen auf den neuesten Stand gebracht und die soziale Betreuung und häusliche Pflege für Kinder mit besonders schweren Behinderungen ausgeweitet.

Förderung benachteiligter Kinder

 

 

Projektregion: Moskau

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Bildung

 

Projektlaufzeit: 2007

 

Die Stiftung UNESCO unterstützte die Phoenix-Stiftung bei der Arbeit des Zentrums für humanitäre Hilfe Phoenix. Im dörflichen Teil von Rogatschowo, einer kleinen Stadt ca. 80 km nördlich von Moskau, wurde eine Doppelhaushälfte gekauft. Die Idee war, das Projekt in einer Umgebung durchzuführen, in der die benachteiligten Kinder nicht auffallen würden und in der sie zur Schule gehen können.

 

Rogatschowo hat eine Schule von der ersten bis zur letzten Klasse, sie ist nur etwa 15 Minuten Fußweg von dem Haus entfernt. Die Hauptarbeitsfelder waren das Familienhaus und die Organisation von Privatunterricht für die Kinder, von denen einige vor ihrem Einzug in Rogatschowo noch nie zur Schule gegangen sind. Ein Gartenbau zur teilweisen Eigenversorgung, psychologische Unterstützung für Erwachsene und Kinder und eine Suppenküche rundeten das Projekt ab.

Sommercamp Programme für Kinder

 

 

Projektregion: Moskau

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Gesundheit

 

Projektlaufzeit: 2006

 

Das von der Stiftung UNESCO unterstützte Projekt ist ein integraler Bestandteil des Bildungsprogrammes der Children of Russia Foundation, das für Kinder mit Blutkrankheiten und Krebs entwickelt wurde.

 

Mit einer Dauer von 3 Wochen bietet das Camp eine wunderbare Möglichkeit, 30 krebs- und blutkranke Kinder aus verschiedenen Regionen Russlands für einen Rehabilitationskurs zusammenzubringen, der sowohl medizinische als auch pädagogische, soziale und psychologische Elemente beinhaltet. Das Programm baut hauptsächlich auf dem Konzept inklusiver Erziehung auf und gibt Kindern die Chance, Schulbildung nachzuholen und damit die Möglichkeit in den Bildungszyklus ihrer eigenen Schulen wieder integriert zu werden. Die Arbeit wird in Werkstätten für Kunst, Töpferei, Photographie, Theater, Spiele und Rollenspiele ausgeführt. Die Kinder kehren dann, als aktive Teilnehmer des Soziallebens, in ihre Gemeinschaft und Schule mit neuen Perspektiven und neuerworbener Größe zurück.

Förderzentrum für beeinträchtigte Kinder

 

 

Projektregion: Pskow

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Gesundheit

 

Projektlaufzeit: 2004 – 2006

 

In der Stadt Pskow unterstützte die Stiftung UNESCO in Zusammenarbeit mit der Rurtalschule in Heidelberg ein deutsch-russisches Partnerschaftsprojekt für beeinträchtigte Kinder.

 

Das heilpädagogische Zentrum gewährleistet die ganzheitliche Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit geistigen Behinderungen im Alter zwischen 6 bis 19 Jahren. Medizinisch, pädagogisch und therapeutisch werden die Kinder und Jugendlichen begleitet und in ihrer gesamten Persönlichkeitsbildung gefördert. Das Personal erhält regelmäßige Schulungen, damit sie sich langfristig selbst um die Versorgung der Kinder kümmern können.

 

Nach einem Grossbrand konnte das Gebäude der dortigen Werkstufe aufgebaut und ein Therapiemobil für das Frühförderzentrum angeschafft werden. Die Werkstufe diente dazu, ältere Schülerinnen und Schüler des HPZ auf ihre Entlassung, die Arbeit in einer beschützenden Werkstatt und selbständiges Wohnen vorzubereiten.

Bildungsprojekt für benachteiligte Kinder

 

 

Projektregion: Arkhangelsk

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Bildung

 

Projektlaufzeit: 2004 - 2006

 

Der Verfall der aus sowjetischer Zeit stammenden Bildungseinrichtungen ist besonders dramatisch in dieser Region, im hohen Norden Russlands. Dort scheitert der Schulbesuch insbesondere für die Kinder aus der nicht-russischen Urbevölkerung nicht nur an Armut, Kälte und weiten Entfernungen, sondern auch an dem fehlenden Respekt ihren sprachlichen und kulturellen Traditionen gegenüber.

 

Zwischen 1991 und 1999 war das Bildungssystem in der eisigen Arkhangelsk-Region sich verschlechternden Veränderungen ausgesetzt. Das Gesamtbildungsniveau der Bevölkerung sank. Die Anzahl von Straßenkindern, Waisen, behinderten Kindern und Kindern ohne elterliche Fürsorge stieg besorgniserregend an.

 

Die Stiftung UNESCO unterstützte gemeinsam mit dem UNESCO Büro in Moskau ein Projekt, das genau diese Problemlage anging, geleitet von der Überzeugung, dass das Grundrecht auf Bildung alle betrifft.

Schulen für Kinder

 

 

Projektregion: Tschetschenische Republik

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Bildung

 

Projektlaufzeit: 2004 - 2005

 

Obwohl der Bildungssektor in der Lage war, in der von Attentaten und blutiger Repression heimgesuchten Tschetschenischen Republik, in vielen Fällen weiter zu funktionieren, bestanden reelle Probleme bei dem Wiederaufbau und der Ausstattung von Schulen, beim Erstellen relevanter Unterrichtsmaterialien der tschetschenischen Kultur, bei der Fortbildung von Lehrern und bei der Sicherung von Bedürfnissen einer gesamten Generation traumatisierter Kinder. Die meisten Kinder haben die Schule während mehrerer Jahre nur unregelmäßig besucht.

 

Das von der Stiftung UNESCO unterstützte Projekt, das die Organisation von Programmen für vier psychosoziale Rehabilitationscamps von je 96 Tagen vorsah, wurde zur Verbesserung der psychosozialen, emotionalen und physischen Lebensqualität von 88 kriegsgeschädigten Kindern durch die Bereitstellung notwendiger professioneller, psychologischer, pädagogischer und medizinisch- sozialer Unterstützung der Kinder entwickelt und durchgeführt.

 

Viele Kinder gehören einheimischen Volksgruppen an, dessen Eltern sehr einfache Leben führen und daher nicht die Gelegenheit hatten, eine Schule zu besuchen und ihre Muttersprache und Kultur zu erlernen. Das Projekt hat zum Ziel, durch die Förderung des Rechtes auf Bildung für Kinder in Not, einen freundlichen Lebensraum für Kinder und Jugendliche in ländlichen Gebieten der Arkhangelsk Region unter speziellen klimatischen und sozioökonomischen Bedingungen des hohen Nordens zu schaffen.

 

Ziel war es, jenen Kindern und Jugendlichen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation wiederfanden, unter Berücksichtigung ihrer ethnischen, kulturellen, konfessionellen und sprachlichen Herkunft, das Recht auf Bildung zu sichern und die Entwicklung ihres Lebensraums und die Überwindung von Armut voranzutreiben.

nach oben