Indien

Bau eines Grundschulgebäudes

 

Projektregion: Sikaribangla, Pfarrei Tangla, Indien

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Verbesserung der Lebensbedingungen

 

Projektlaufzeit: Seit 2012

 

Der Bundesstaat Assam in Nordosten Indiens nimmt eine Fläche von 78.438 km² ein und hat ca. 27 Mio. Einwohner. Ethnisch und linguistisch ist der Nordosten einer der differenziertesten Regionen Asiens. Diese Heterogenität sowie die andauernde soziale Diskriminierung weiterer Bevölkerungsteile sind Hauptursache für die vielen gewaltsamen Konflikte in der Region. Assam ist weit über Indiens Grenzen hinaus für seinen Tee bekannt. Er macht etwa 60 % der indischen Teeproduktion aus und gehört zu den größten Devisenbringern Indiens. In Assam gibt es derzeit 857 registrierte Teegärten.

 

Der Tageslohn liegt in den Teegärten bei rund einem Euro; der staatliche Mindestlohn ist auf etwa 1,50 Euro pro Tag festgelegt. Die Lebenssituation der Teegartenarbeiter, von denen auch heute noch 85 % Adivasi sind, ist daher äußerst prekär. Sie leben i.d.R. am Existenzminimum – auch weil sie häufig nur für 6 Monate pro Jahr in den Teeplantagen Arbeit haben. Die medizinische Versorgung ist unzureichend und die schulische Bildung der jungen Menschen mangelhaft. Die Primarschulen in den Teegärten verfügen weder über ausreichende Räumlichkeiten noch über genügend motivierte und qualifizierte Lehrkräfte. Sekundarschulen sind für die Kinder und Jugendlichen oft nicht erreichbar. Zugang zu beruflicher Bildung gibt es für junge Menschen aus Teearbeiterfamilien nicht.

 

Die Salesianer Don Boscos versuchen in den Teegartenregionen pädagogisch wertvollen Schulunterricht für Kinder und Jugendliche anzubieten und dadurch eine Alternative zu den staatlichen Grund- und Sekundarschulen zu schaffen. Der Sitz ihrer Tätigkeiten in der Region ist Tangla, wo sie eine Pfarrei und eine Sekundarschule mit Internaten unterhalten. Auch haben sie in Tangla eine Art Krankenstation, in der sie Medikamente gegen die in der Region vorherrschenden Krankheiten ausgeben. Zu Tangla gehören 43 sogenannte „sub-stations“.

 

Die Grundschule Sikaribangla erfreut sich wachsender Schülerzahlen. Jedoch sind die Kinder sehr schlecht untergebracht. Die Hälfte kommt in einem Provisorium aus Bambusmatten unter, das nicht sehr haltbar ist und in der Monsunzeit den Kapriolen des Wetters nicht trotzt. Gegen Regen und heftigen Wind kann auf Dauer nur ein Gebäude aus Stein Schutz bieten.

 

Das Ziel ist es, Kindern zwischen 5 und 10 Jahren in der Nähe ihres Zuhauses qualitätvollen Schulunterricht zu bieten. Dabei sollen sie in ausreichend großen Räumen unterrichtet werden, die vor Kälte, Wind und Regen schützen. Der Unterricht soll durch Spiel und Bewegung aufgelockert werden, damit die Kinder Freude am Lernen entwickeln.

 

Projektmaßnahmen:

Errichtung eines Schulgebäudes mit 4 Klassenräumen auf einer Grundfläche von 148,64 qm.

Ausstattung mit Möbeln und didaktischem Material sowie Sportgeräten.

Bekämpfung von Kinderarbeit durch Bildung

 

Projektregion: Gulbarga (Karnataka)/Indien

 

Begünstigte: Kinder


Schwerpunkt: Bildung

 

Projektlaufzeit: Seit 2011 

 

 

Im südwest-indischen Bundesstaat Karnataka, der 56 Millionen Einwohner zählt, gibt es 822.000 arbeitende Kinder (Volkszählung 2002). Alleine in Gulbarga, einer Stadt mit 480.000 Einwohnern der Zielregion unseres Projektes, wurden 10.000 Kinderarbeiter gezählt. Sie arbeiten entweder in der Landwirtschaft, auf Müllgruben oder in den Straßen, um aus Abfällen Verkäufliches herauszufinden.

 

Durch das Projekt werden in zwei Jahren 100 Kinderarbeiter aus der Stadt Gulbarga und den umliegenden Dörfern in Workshops erreicht. Zusätzlich profitieren von dem Projekt 100 Kinder, die den Abendschulunterricht besuchen. Weiterhin schätzt man, dass mindestens 100 Straßenkinder in den Auffangzentren erreicht und kurzfristig in dem neuen Gebäude untergebracht werden können.

 

Unterstützt wird der Neubau eines Zentrums in der Ortschaft Bablab im Stadtrand von Gulbarga. Es soll ein zweistöckiger Bau in L-Form entstehen. Neben den Schlafsälen soll es einen ausreichend großen Speiseraum und einen Studienraum geben sowie eine ausreichend große Anzahl an Büros, von denen die verschiedenen Maßnahmen koordiniert werden können. Dadurch sollen mehr Schüler als bisher aufgenommen werden und in menschenwürdigen Verhältnissen leben und lernen. Auch Straßenkinder sollen hier für kurze Zeit unterkommen, bis sie entweder in ihre Herkunftsfamilien reintegriert werden oder einen Platz in einer Schule oder einem Berufsbildungszentrum gefunden haben.

 

Mit der ersten finanziellen Unterstützung konnte die Stiftung UNESCO den Bau des neuen Kinderzentrums finanzieren und die Kosten für Brückenkurse und die Abendschulzentren, die dem Schulabbruch vorbeugen sollen, gedeckt werden. Kost und Logis der Kinder ist ebenfalls für ein Jahr gesichert.

Bau der KNISTERschool

 

 

Projektregion: Ottongkhua

 

Begünstigte: Kinder


Schwerpunkt: Bildung

 

Projektlaufzeit: Seit 2011

 

 

 

Ottongkhua liegt im Tirap Distrikt in Ost-Arunachal Pradesh und ist von zahlreichen Tribal-Dörfern umgeben. Hier siedeln die Lower Wanchos, ein Stamm, der stark patriarchalisch organisiert ist und von der Landwirtschaft lebt. Den Menschen mangelt es an Bildungsmöglichkeiten. Dies erkennt man unter anderem an ihren landwirtschaftlichen Methoden. Sie kennen keine Bewässerungsmethoden und wählen nicht qualitativ hochwertiges Saatgut aus. Auch gibt es in ihren Dörfern keine Gesundheitsfürsorge. Die Menschen haben wenig Wissen über Hygiene, die Ursachen von Krankheiten und glauben in manchen Krankheitsfällen an Zauberei.

 

Gelehrt wird nach der Pädagogik Don Boscos, die den Kindern und Jugendlichen mit Liebe, Güte und Respekt begegnet. Diese Pädagogik sieht den jungen Menschen als Ganzes, nicht nur sein intellektuelles Vermögen. Kindern werden Lerninhalte mit Spielen und Singen ganzheitlich nahe gebracht. Sie sollen zu verantwortungsvollen Staatsbürgern und guten Christen erzogen werden. Schüler, die anderen Religionen angehören, werden ebenfalls akzeptiert und können ihren Glauben bekennen und praktizieren.

 

Das Ziel des Projektes ist es, eine Schule in Ottongkhua zu bauen, um Kindern eine solide Grundbildung zu vermitteln und sie zum Lernen zu motivieren. Sie sollen befähigt werden, später Errungenschaften des Fortschritts kritisch zu prüfen und eventuell in ihre Familien integriert werden. Dadurch wird sich auch ihre wirtschaftliche Situation verbessern und sie werden dem Kreislauf der Armut entkommen können.

Unterstützung für ein Waisenhaus

 

 

Projektregion: Dharamsala

 

Begünstigte: Kinder


Schwerpunkt: Gesundheit und Bildung

 

Projektlaufzeit: 2008 - 2010

 

 

Das Büro des Dalai Lama in Genf, die LeserInnen der Recklinghäuser Zeitung und die Stiftung UNESCO unterstützten das „Tibetan Children’s Village“.

 

Seit über 40 Jahren nimmt das Tibetan Children Village in Dharamsala Kinder und Jugendliche in seine Obhut. Viele der Kinder, die hier leben, sind unter abenteuerlichen und lebensgefährlichen Bedingungen aus dem vom kommunistischen China besetzten Tibet geflohen.

 

Das Zentrum beherbergt circa 1.900 verarmte Waisenkinder und bietet ihnen eine Heimat und die Möglichkeit zur intensiven Begegnung mit ihrer eigenen Kultur und der tibetischen Exilgemeinschaft in Nordindien. In der dazugehörigen Schule lernen sie nicht nur Lesen und Schreiben, dort erhalten die zudem die Möglichkeit, ihre moralischen Werte und ihren Charakter zu entfalten. Für die elterliche Fürsorge und Liebe, die Erziehung und Wertebildung sind 250 Mitarbeiter verantwortlich, die sich stets dem Wohl der Kinder widmen.

Berufliche Ausbildung für Jugendliche

 


Projektregion: Tamil Nadu


Begünstigte: Jugendliche

 

Schwerpunkt: Bildung


Projektlaufzeit: 2006

 

Berufliche Ausbildung von Jugendlichen im Bundesstaat Tamil Nadu, deren Familien besonders durch den Tsunami betroffen waren - ein Hilfsprojekt in Zusammenarbeit mit ASMAE (Association des Amis de Soeur Emmanuelle).

 

Die von dem Tsunami schwer betroffenen Fischerdörfer an der Südostküste Indiens waren das Ziel besonderer Hilfsmaßnahmen, die besonders auf Kinder und arbeitslose Jugendliche zugeschnitten waren.

 

Es ging bei der Projektdurchführung einerseits darum, im Rahmen von Ferienlagern die jüngeren Kinder psychologisch zu betreuen, andererseits um berufliche Ausbildungskurse für Jugendliche in der Schneiderei, Informatik und dem Erwerb des Führerscheins. Vor Ort arbeitete die Stiftung UNESCO hierfür mit den erfahrenen Ausbildern und Pädagogen von ASMAE und Arunodhaya zusammen.

Mala Projektschulen

 


Projektregion: Mirzapur Bezirk


Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Bildung


Projektlaufzeit: 2004 - 2006

 

Kinderarbeit ist ein komplexes Phänomen. Sie ist sowohl ein Grund als auch eine Folge von Armut und Analphabetismus.

 

Ungeeignete und unzureichende Bildungseinrichtungen für Kinder in ländlichen Gebieten haben den Anlaß zur Durchführung des Mala Projektes gegeben. In den fünf Mala Projektschulen wird den Kindern aus der ländlichen Umgebung eine grundlegende Ausbildung im Bereich der Teppichweberei angeboten.

 

Drei der Projektschulen (Pathera, Amoi und Hasra im Mirzapur Distrikt) wurden von der Stiftung UNESCO unterstützt. In jeder Projektphase bestand die finanzielle Unterstützung der Stiftung UNESCO darin, Frühstück und Mittagessen auf dem Schulgelände für 250 Kinder bereitzustellen. Eine weitere Aufgabe war die medizinische Versorgung mit monatlichen Kontrollen und kostenlosen Medikamenten, Büchern, Schulmaterial, Uniformen, warmer Kleidung und Schuhen. Ein weiterer Projektpunkt bestand in der beruflichen Ausbildung, insbesondere in den Bereichen Schneiderei, Teppichweberei und in der Vermittlung anderer vermarktbarer Fähigkeiten und in der Beteiligung an den Gehältern der Ausbilder.

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