Senegal

Renovierung der Helmut Spikker-Grundschule „École primaire des Parcelles Assainies Unité 10

 

 

Projektregion: Dakar

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Bildung

 

Projektlaufzeit: Seit 2011

 

 

In dem Viertel Parcelles Assainies sind wie auch in anderen Armenvierteln in der Umgebung von Dakar neben Armut und Analphabetismus der Gesundheitszustand und vor allem der Mangel an Bildung ein grundlegendes Problem der Bevölkerung.

 

Mit Unterstützung von Hans-Martin Schempp, dem Gründer der NWA - Network World Alliance wurde entschieden, die Sanierung zweier Grundschulen finanziell zu fördern. Die Grundschulen in der Verwaltungseinheit 10 A und 24 des Bezirkes Parcelles Assainies befanden sich in einem stark desolaten Zustand, so dass die Lehrer und SchülerInnen gezwungen waren, die Räumlichkeiten aufzugeben und den Unterricht im Freien fortzusetzen.

 

In einer ersten Phase wurden vier Klassenzimmer inklusive Tragwerk, Bedachung, Türen, Fenster, Anstrich und Elektrizität der Grundschule 24 saniert.

 

In der letzten Phase werden die vier weiteren Klassenzimmer der Grundschule 10A renoviert sowie der Informatikraum der Grundschule 25 ausgestattet.

 

Von dem Projekt werden nach Abschluss aller Arbeiten insgesamt 690 Schulkinder profitieren, für die ein lern-förderndes Umfeld geschaffen werden konnte.

Bau und Ausstattung einer Krankenstation

 

 

Projektregion: Médina Chérif

 

Begünstigte: Kinder und deren Mütter

 

Schwerpunkt: Medizinische Versorgung

 

Projektlaufzeit: 2010 - 2011

 

 

Médina Chérif ist der Hauptort der gleichnamigen Landgemeinde, der kleinsten administrativen Einheit der staatlichen Verwaltung in der Gegend. Die Landgemeinde umfasst ca. 13.000 Einwohner, die überwiegend aus Viehhütern und Ackerbauern besteht, die des Lesens und Schreibens unkundig sind und vom kärglichen Hirse- und Maisanbau leben müssen. Die Gemeinde besteht aus 57 Dörfern und fünf Weilern, die sich über eine Fläche von ungefähr 350 km² erstrecken. Das nächste Regionalkrankenhaus befindet sich in der Provinzhauptstadt Kolda in ca. 80 km Entfernung. Eine weitere Krankenstation befindet sich in Mampatim, ca. 10 km entfernt. Ein Großteil der Bevölkerung der Landgemeinde Médina Chérif, sowie vier weitere angrenzende Gemeinden hatten somit keinen Zugang zu einer adäquaten gesundheitlichen Versorgung (Impfaktionen für Kleinkinder, Betreuung von schwangeren Frauen, etc.).

 

Die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung mit einem fairen Zugang zur Erstversorgung, zur Versorgung von Schwangeren sowie der medizinischen Betreuung von Kleinkindern, ist somit eine der größten Herausforderungen in der nachhaltigen Entwicklung der Landgemeinde Médina Chérif im Süden Senegals.

 

Mit unserer Partnerorganisation HOPE’87 und Dr. Siegfried Axtmann wurde die FAI-Krankenstation in Médina Chérif errichtet und mit allen notwendigen Utensilien ausgestattet. In den kommenden Jahren wird die FAI-Krankenstation bei ihren betrieblichen Kosten finanziell unterstützt.

 

Das Projekt zielte darauf ab den allgemeinen Gesundheitszustand der Landbevölkerung, vor allem aber der Mütter und Kinder zu verbessern, von denen gegenwärtig 20.000 Einwohner der umliegenden Landgemeinde profitieren können.

 

Manfred Ulmer Krankenhaus

 

 

Projektregion: Joal

 

Begünstigte: Neugeborene und Kinder

 

Schwerpunkt: Medizinische Versorgung

 

Projektlaufzeit: 2009

 

Das Manfred Ulmer Krankenhaus in Joal-Fadiouth, wurde von dem baden-württembergischen Unternehmer und Vater der UNESCO Sonderbotschafterin  Dr. h. c. Ute- Henriette Ohoven, Generalkonsul Manfred Ulmer, gegründet und mit Unterstützung der deutschen Bundeswehr errichtet. Es war das erste Projekt, das durch die Stiftung UNESCO unterstützt wurde.

 

Für die etwa 43.000 Einwohner der Gemeinde Joal-Fadiouth ist es die einzige medizinische Einrichtung im Umkreis von ca. 80 km (Dies entspricht ungefähr einem fünfstündigen Fußmarsch). Das Krankenhaus ist speziell für die Versorgung von Neugeborenen und Kindern bis 15 Jahren eingerichtet und nimmt jährlich bis zu 2.000 Patienten auf. Das Besondere an dem Krankenhaus ist, dass dort Frühgeborene behandelt werden können. Dank großzügiger Spenden konnten bereits vier Brutkästen angeschafft werden. Das Krankenhaus wurde in der Zwischenzeit renoviert und durch einen Küchenanbau und eine Ärztewohnung erweitert.

 

Gemeinsam mit HOPE’87 wird der Klinik auch noch nach vielen Jahren bei Bedarf immer wieder unter die Arme gegriffen. Im November 2009 reiste Dr. h.c. Ohoven selbst in den Senegal und brachte eine große Medikamentenspende der Helios Kliniken GmbH nach Joal mit. Damit konnte das Klinikpersonal zahlreichen Kindern lebenswichtige medizinische Unterstützung leisten.

 

Als erfolgreiches Stiftung UNESCO Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ konnte das Kinderkrankenhaus im Jahr 2009 an die senegalesische Regierung übergeben werden. Es besteht jedoch weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit der Stiftung UNESCO.

Bildungsförderung in Thiès

 

 

Projektregion: Thiès

 

Begünstigte: Kinder und Frauen

 

Schwerpunkt: Bildung

 

Projektlaufzeit: 2009

 

Thiès ist mit etwa 270.000 Einwohnern eine der größten Städte im Senegal. Es ist die Hauptstadt der Region Thiès und eine wichtige Industriestadt. Senegal selbst zählt jedoch zu den ärmsten Ländern der Welt. Über 60 Prozent der Bewohner sind Analphabeten, bei Frauen liegt die Zahl sogar um 10 Prozent höher.

 

Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Espoir e.V. konnte sich die Stiftung UNESCO für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Frauen in der Region Thiès im Senegal stark machen. Vor Ort wurden vor allem die Bildungsmöglichkeiten von Kindern, Jugendlichen und Frauen aus der Umgebung gefördert. Zudem haben sich durch die Entwicklung von Beschäftigungsmöglichkeiten die Lebensbedingungen für Frauen verbessert.

Kinderkrankenhaus in Joal

 

 

Projektregion: Joal

 

Begünstigte: Kinder

 

Schwerpunkt: Medizinische Versorgung

 

Projektlaufzeit: 2005 – 2006

 

Ungefähr 100 km südlich der senegalesischen Hauptstadt Dakar liegt das kleine Dorf Joal-Fadiouth, wo die Stiftung UNESCO das lokale Kinderspital ‚Manfred Ulmer’ unterstützt.

 

Es wurde bereits in den 70er Jahren von deutschen Stiftern gegründet und ist lebensrettend für viele Kinder, nicht nur der Kommune, sondern auch der ländlichen Umgebung Nguégniène und Ngazobil und für kleine Patienten, die sogar aus 70 bis 100 km Entfernung kommen.

 

Das Krankenhaus bietet abgesehen von Notfallbehandlung, spezielle Behandlung und Unterbringung von Kindern, auch eine Abteilung für Patienten von außerhalb und Beratungen für Mütter in der Region.

 

Jedes Jahr werden mehr als 200.000 Behandlungen vom professionellen, hoch motivierten Personal aus Ärzten, Pflegern, Schwestern und Unterstützungspersonal durchgeführt. Es ging nicht allein darum, das Krankenhaus mit Möbeln und technischem Material auszustatten, sondern zusätzlich die Verwaltungskapazitäten des lokalen Personals weiter auszubilden und mit der lokalen Kommune zusammenzuarbeiten, um die institutionelle, soziale und finanzielle Nachhaltigkeit dieses kleinen Kinderkrankenhauses zu garantieren.

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