Kenia

Berufliche Ausbildung von Flüchtlingen im Kakuma Refugee Camp
Projektregion: Kenia
Begünstigte: Jugendliche
Schwerpunkt: Berufliche Ausbildung
Projektlaufzeit: 2011-2012
Das Flüchtlingslager Kakuma befindet sich im Turkana Distrikt, im Norden Kenias. Es liegt ca. 120 km nördlich von Lodwar in der Provinz Rift Valley. Kakuma ist eine Halbwüste, sehr heiß und staubig. Im Jahr 1992 wurde das Flüchtlingslager in Kakuma eingerichtet, im Jahr 2001 lebten bereits rund 84.000 Menschen im Lager. Sie stammen aus verschiedenen afrikanischen Ländern, insbesondere aus Somalia, Äthiopien, dem Sudan, Eritrea, Uganda, Burundi, Ruanda und dem Kongo. Zurzeit erlebt der Osten Afrikas die schwerste Dürre seit sechzig Jahren, weshalb vor allem Flüchtlinge aus Somalia und Äthiopien das Flüchtlingslager Kakuma aufsuchen.
Die allgemeine Situation im Camp ist äußerst angespannt, da es nur einen eingeschränkten Zugang zu Bildung, Arbeit und Erholungsmöglichkeiten gibt und viele Flüchtlinge keine Perspektive für ihre Zukunft sehen. Zudem ist die Situation zwischen den Flüchtlingen und der lokalen Bevölkerung von Konflikten geprägt, da die Ressourcen vor Ort sehr knapp sind.
Die Stiftung UNESCO unterstützt ein langjähriges Projekt der Salesianer Don Boscos, die sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Flüchtlingslager einsetzen. Dabei verfolgen sie immer auch einen langfristigen und nachhaltigen Ansatz. Sie leiten bereits seit vielen Jahren eine Pfarrei und eine Berufsschule für die Flüchtlinge in Kakuma, die immer wieder ausgebaut werden musste, da die Nachfrage nach handwerklichen und technischen Ausbildungen beständig stieg.
Neben der Ausbildung ist die Vermittlung von sozialen Kompetenzen von besonderer Bedeutung. Die sozialen Fähigkeiten der Jugendlichen werden gefördert wie z.B. Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein, aber auch der Aufbau von Selbstbewusstsein und so genannten „life coping skills“ – die Fähigkeit zu kommunizieren, Entscheidungen zu treffen, strategisch zu denken, schöpferisch zu sein und Konflikte gewaltfrei zu lösen.
Direkte Zielgruppe sind 663 jugendliche Flüchtlinge, davon 128 weiblich, aus Somalia, Äthiopien, dem Sudan, Eritrea, Uganda, Burundi, Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo und Kenia, die im Kakuma Flüchtlingslager eine Ausbildung absolvieren. Durch die Ausbildung erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit im Anschluss, bzw. bei der Rückkehr in ihre Heimat eine einkommenssichernde Anstellung zu finden. Hiervon profitieren nicht nur die Jugendlichen selber, sondern auch ihre Familienmitglieder.

Nothilfe für Kenia
Projektregion: Kakuma
Begünstigte: Kinder/Bevölkerung
Schwerpunkt: Nothilfe
Projektlaufzeit: 2011
Der Osten Afrikas wird zurzeit von der schwersten Dürre seit sechzig Jahren heimgesucht. Hauptsächlich betroffen sind die Länder Somalia, Äthiopien und Kenia: Hier sind Millionen von Menschen von Hunger, Krankheit und Tod bedroht. Die Ursachen dieser Katastrophe sind vielfältig, werden aber hauptsächlich auf eine Kombination der Faktoren Ausbleiben der Regenzeit, gestiegene Lebensmittelpreise, fehlende Infrastruktur sowie politische Unruhen zurückgeführt. Für einen Großteil der Bevölkerung ist die Landwirtschaft und Viehzucht ihre einzige Existenzgrundlage. Doch nun bleiben Ernten aus und ganze Kuh-, Ziegen-, und Kamelherden verdursten und verhungern. Am stärksten betroffen sind vor allem alte Menschen, Kranke, Frauen und Kinder. Viele von ihnen, darunter viele Somalier, sind in völlig überfüllte Flüchtlingscamps geflohen, so auch in das Flüchtlingslager Kakuma.
Die Situation in Kakuma stellt sich derzeit als sehr angespannt und prekär dar. Die Menschen kämpfen um ihr Überleben und es gab bereits zahlreiche Todesfälle, die auf die extreme Dürre zurückzuführen sind. Zurzeit kommen täglich mehr Flüchtlinge im Lager an, ein Großteil von ihnen aus Somalia. Die Lebensmittelreserven reichen schon lange nicht mehr aus und die Situation droht außer Kontrolle zu geraten. Stiftung UNESCO ruft deshalb dringend zu Spenden auf. Der dringendste Bedarf besteht in der Finanzierung von Nahrungsmitteln und Trinkwasser. Es gilt keine Zeit zu verlieren, denn je länger wir zögern, desto mehr Opfer wird es geben, darunter viele Kinder.
- ZwischenberichtDezember 2011
- Aktuelle SituationKakuma Flüchtlingslager in Kenia
- Bilderaus dem Flüchtlingslager
Hilfe für AIDS-Waisen
Projektregion: Nairobi
Begünstigte: Kinder
Schwerpunkt: HIV/AIDS
Projektlaufzeit: 2007 - 2008
In Kenia unterstützte die Stiftung UNESCO das 1998 gegründete Kinderrettungszentrum, das Kindern, deren Eltern an AIDS gestorben sind oder sie wegen ihrer Krankheit verlassen mussten, Zuflucht und Hilfe gewährt. 32 Kindern im Zentrum selbst, sowie 271 Waisen, die in verschiedenen Haushalten in der Nähe des Zentrums untergebracht sind, konnten gefördert und unterstützt werden.
Das Waisenhaus wurde vergrößert und renoviert: Wasserleitungen wurden installiert, ein Kindergarten gebaut, die Wohnräume verschönert. Für die Gemeinde wurden Schulungen in der Landwirtschaft angeboten. Zudem fanden Computer-, Näh-, Zimmerei- und Friseurkurse statt.
