Äthiopien

Förderung der Viehzüchter in Afar
Projektregion: Afar
Begünstigte: Das Volk der Afar
Schwerpunkt: Wasserversorgung
Projektlaufzeit: 2008 - 2011
Die Region Afar liegt im Nordosten Äthiopiens und ist eines der vier ländlichen Hauptgebiete in diesem Teil Äthiopiens. Mit einer regionalen Bevölkerungsgröße von etwa 1.2 Millionen Menschen sind 90 Prozent von ihnen Viehzüchter. Sie leben und sind abhängig von der Tierproduktion, die ebenso einen zentralen Punkt für die lokale Wirtschaft darstellt.
Afar zählt zu den unwirtlichsten Siedlungsgebieten der Erde. Hohe Temperaturen und Trockenheit bestimmen das Leben der dort ansässigen Bevölkerung. Das Volk der Afar hat sich mit einer semi-nomadischen Lebensweise diesen extremen Bedingungen angepasst. Das Vorhandensein von sauberem Wasser ist dabei eine entscheidende Grundlage für die Existenz dieser Familien, die überwiegend von Viehzucht leben. Doch viele Brunnen führen kein Wasser mehr, die sanitäre Versorgung ist dürftig und Frauen und Kinder legen täglich weite Wege für die Wasserbeschaffung zurück. Konflikte um Wasser sind an der Tagesordnung.
Um die Situation zu verbessern, arbeiteten die Stiftung UNESCO und die Siemens Stiftung an dem Aufbau einer angepassten Wasser- und Sanitärversorgung für die Bezirke Dulechea und Argoba. Durch die Konstruktion von Brunnen und Wasserbecken sowie der Förderung von Quellen erhielten das Volk der Afar einen verbesserten Zugang zu dieser lebenswichtigen Ressource. Um die Verbreitung von wasserbedingten Krankheiten zu verhindern, wurden zusätzlich Wasserfilter installiert, sowie Latrinen gebaut.
Die Nachhaltigkeit der Hilfe wurde durch die Ausbildung der Betroffenen in Hygienemaßnahmen und dem Schutz der Wasserquellen gesichert. Potentielle Konflikte um die Wasserressourcen mit angrenzenden Gebieten wurden entschärft, da die Versorgung mit sauberem Trinkwasser gesichert und interethnische Konflikte in sogenannten „Peace Clubs“ in den örtlichen Schulen aufgearbeitet werden konnten.
