Hilfe für tibetische Flüchtlingskinder wird von der Stiftung UNESCO fortgeführt
Düsseldorf/Dharmshala, September 2008. Not und Unterdrückung treiben viele tibetische Eltern zum Äußersten: Sie flüchten mit ihren Kindern, oder schicken sie auf die Flucht ins indische Exil. Mit Führern machen sich ganzen Familien auf den lebensgefährlichen Fußmarsch über das höchste Gebirge der Welt, in dem chinesische Grenzsoldaten patrouillieren. Viele der Flüchtlinge überleben diesen Marsch nicht. Diejenigen, die in einem der indischen Kinderdörfer unter Obhut der tibetischen Mönche ankommen, sind meist völlig ausgehungert und krank.
Die Stiftung "UNESCO - Bildung für Kinder in Not" hilft diesen Kindern. Sie bekommen Essen, medizinische Versorgung und die Schulbildung, die sie für eine menschenwürdige Zukunft benötigen. Oliver Jägers, Geschäftsführer der Stiftung "UNESCO - Bildung für Kinder in Not" reiste Ende September in zwei der Kinderdörfer "Tibetan Children Village" nach Dharmshala und Chaundra, um die Babystationen, Kindergärten, Schulen und Krankenstationen zu besuchen. Dort traf er auch mit dem Dalai Lama zusammen. Gemeinsam erörterten sie die aktuelle Situation und wie den Kindern geholfen werden könne. Jägers sicherte dem Dalai Lama auch für die Zukunft Unterstützung durch die Stiftung UNESCO "Bildung für Kinder in Not" zu.
Geschäftsführer Oliver Jägers im Kindergarten der Tibetan Children Village in Dharmshala.
Verwaiste Kinder auf der Babystation finden dort eine neues Zuhause und werden von Pflegemüttern liebevoll umsorgt.
Tibetischer Mönch beaufsichtigt die Kinder in der Schule während der Pause.