UNESCO-Sonderbotschafterin Ohoven: Die Forderung nach "nachhaltiger Bildung" jetzt umsetzen
75 Millionen Kinder haben keine Müglichkeit zum Schulbesuch
"In den Lehrplänen den Grundstein für den Frieden legen"
Düsseldorf, 07. April 2009. UNESCO-Sonderbotschafterin Dr. h.c Ute-Henriette Ohoven fordert Bildungspolitiker weltweit auf, die Appelle der Bonner UNESCO-Bildungskonferenz möglichst rasch in Taten umzusetzen.
In ihrer Schlusserklärung mahnen die Vertreter von 150 Staaten eine Wende zur qualitativ hochwertigen, an Nachhaltigkeit orientierten Bildung für alle Kinder der Welt an.
"Weltweit haben immer noch mehr als 75 Millionen Kinder keine Möglichkeit zum Schulbesuch", beklagt Ohoven, die bei der UNESCO für das Programm "Bildung für Kinder in Not" verantwortlich ist. In vielen Fällen müssten zunächst grundlegende Dinge wie Ernährung, Krankenversorgung und Unterkunft gewährleistet werden, damit Bildung möglich sei.
Ute-Henriette Ohoven: "Schulen und Bildungseinrichtungen müssen den ärmsten Kindern das Rüstzeug für eine bessere, eigenverantwortlich gestaltete Zukunft ohne Hunger, Not und Krieg geben. Nachhaltige Bildung heißt, dass Kindern über das reine Wissen hinaus die Fähigkeit vermittelt wird, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigene Umgebung und die Welt positiv zu gestalten." Die Bildungsverantwortlichen weltweit fordert Ohoven auf, in den Lehrplänen der Schulen den Grundstein für das friedliche Zusammenleben aller Menschen zu legen.
Durch den Einsatz von Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven kamen seit 1992 mehr als 38 Millionen Dollar an Spenden für das UNESCO-Programm "Bildung für Kinder in Not" zusammen. Weltweit hat die UNESCO bisher mehr als 360 Projekte in 94 Ländern realisiert. Aktuell unterstützt die Stiftung UNESCO unter anderem Projekte für die Sturmopfer in Burma und tibetische Flüchtlingskinder.