Aktuelles

Tischtennis Superstar Timo Boll wird Schirmherr

 

Wir sind sehr stolz und dankbar, dass wir den Weltklasse-Tischtennisspieler Timo Boll als Schirmherr für unser Bildungsprogramm „We Water Experience“ in China gewinnen konnten.
Dieses Aufklärungsprogramm von Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven zielt darauf ab, landesweit die Bevölkerung in China für das Thema Umwelt- Ressourcenschutz zu sensibilisieren und auf Möglichkeiten der „Wassereinsparung“ aufmerksam zu machen. Durch das Tischtennis verbringt Timo Boll viele Tage im Jahr in China und kennt die dortigen Zustände. Aus dem Grund ist das Projekt eine Herzensangelegenheit.

„Ich freue mich sehr, dass Timo Boll und sein Team von Borussia Düsseldorf unsere Arbeit unterstützen. Insbesondere durch seine enorme Bekanntheit in China leistet Timo Boll wertvolle Arbeit und Unterstützung für unser Programm“, so UNESCO Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven.

Wir blicken zurück.

2 Jahre nach der fürchterlichen Katastrophe in Bangladesch.

 

Am 24. April 2013 blickte die Welt entsetzt auf die Bilder aus Bangladesch: Mit bloßen Händen oder mit Schaufeln wühlten sich Helfer durch das Gewirr einer zusammengestürzten Fabrik in Bangladesch. Sie fanden Tote und Schwerverletzte, viele davon sehr jung - Näherinnen. 1.127 Mädchen und Frauen fanden in den Trümmern den Tod, 2.438 überlebten, zum Teil schwer verletzt und verstümmelt. Ein Schock.

 

Abb.1 Die Mitarbeiter unserer Partnerorganisation "HOPE 87" waren einer ersten Helfer vor Ort. Mit bloßen Händen versuchten die Helfer, Menschen aus den Trümmern zu bergen. Über 1200 Menschen starben damals.

 

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Terror in Afrika nimmt kein Ende!

UNESCO-Sonderbotschafterin Ute Henriette Ohoven äußert sich besorgt zu den neuen Berichten

 

Es ist ein unglaublicher Terror, der sich zurzeit in Afrika ausbreitet. Ich bin entsetzt und traurig, wenn ich die Nachrichten lese:

 

- 150 junge Menschen, Studenten und Schüler wurden in Kenia von Terroristen aus Somalia ermordet. Herausgerissen aus einem gerade beginnenden Leben, herausgerissen aus der Vorbereitung auf eine hoffnungsvolle Zukunft. Und ich frage mich: Wo ist der Aufschrei der Welt, wo bleiben konkrete Maßnahmen gegen den Terror. Die Welt nimmt diese furchtbare Untat zur Kenntnis, die Regierungen kondolieren in Nairobi - und das war es? Nein, das darf es nicht gewesen sein. Darüber können wir nicht einfach hinwegsehen.

 
- Unvorstellbar, was die Terrorgruppe "Boko Haram" in Nigeria anrichtet. Rund 1.2 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor diesen mordenden, plündernden und vergewaltigenden "Glaubenskriegern", die in Nigeria einen Gottesstaat, nach dem Vorbild des im Irak und Syrien wütenden IS, errichten wollen. Nach Berichten der UN sind dort allein über 800 000 Kinder auf der Flucht in die Nachbarländer Tschad, Niger und Kamerun. Viele von ihnen sind auf sich allein gestellt, da die Eltern entweder tot sind, oder die Kinder auf der Flucht von ihnen getrennt wurden. Die Berichte der UN sind schrecklich und unvorstellbar: "Mädchen und Jungen werden getötet, entführt, zwangsverheiratet, als Kämpfer rekrutiert oder in extremen Fällen dazu gezwungen, sich als Selbstmordattentäter in die Luft zu sprengen", heißt es in dem Bericht.

 

- Kenia will nach den neuen Anschlägen Camp Dahab, das größte Flüchtlingslager Afrikas, schließen und die Flüchtlinge nach Somalia zurückschicken. Das bedeutet für viele, der über 350 000 Flüchtlinge, entweder der sichere Tod oder ein Sklavendasein in den Händen der islamischen Terrormiliz Al-Shabaab. Vor allem die Kinder müssten unermessliches Leid erdulden. Und die Welt schweigt und nimmt hin, was nicht hinnehmbar ist. Das macht mich traurig und zugleich zornig: Wir müssen helfen, wir müssen den geschundenen Mengen in Afrika beistehen. Und wir müssen aufhören, über dieses Leid nur zu reden.

 

Als Sonderbotschafterin der UNESCO unterstütze ich das Flüchtlingslager Kakuma im Nordwesten von Kenia. Dort leben etwa 80 000 Flüchtlinge aus Somalia, Burundi, dem Kongo, Eritrea und dem Sudan. Aktuell wird ein neuer Ansturm von somalischen Flüchtlingen erwartet. In diesem Lager arbeiten Salesianer und die Don Bosco-Brüder. Sie sind die einzigen, die sich um die Flüchtlinge kümmern. Sie haben in der Finsternis des gewaltigen ostafrikanischen Flüchtlingsdramas ein Licht der Hoffnung angezündet. Deshalb hat sich die Stiftung entschlossen, die Don Bosco-Brüder bei ihrer aufopfernden Arbeit für die Kinder des Lagers zu unterstützen.

 

Das sind die drei wichtigsten Projektpunkte:

 

- Die Versorgung der Menschen mit ausreichender Nahrung und menschenwürdigen Unterkünften. Wenn die Familien nach oft wochenlangem Fußmarsch in dem Lager ankommen, dann haben sie buchstäblich nichts. Sie hausten zuvor in Erdlöchern oder in Hütten, zusammengebastelt aus Plastikfetzen und Dornenzweigen. Die Kinder hungern, es herrscht Wassernot.

 

- Zusammen mit den Don Bosco-Brüdern bieten wir eine schulische und handwerkliche Ausbildung an. • Die medizinische Versorgung ist gleich null. Selbst kleinste Verletzungen oder Infektionen bedeuten Lebensgefahr. Im einzigen Hospital liegen Malariakranke vor den Krankenzimmern auf dem Boden. Junge Ärzte kämpfen aufopfernd für diese Menschen - aber es gibt kaum Medikamente. Da wollen wir helfen.

 

Bruder Luke, Chef des Lagers hat mir gesagt: "Wir versuchen, die Menschen am Leben zu erhalten. Und wir versuchen, den Kindern und Jugendlichen eine Zukunft zu geben." Dabei wollen wir ihn unterstützen, mit Ihrer Hilfe und Ihren Spenden. Wir können einfach nicht länger nur zuschauen, wie der Terror in Afrika immer mehr die Oberhand gewinnt und wie Millionen Menschen ins Elend gestürzt werden. Millionen Kinder werden um ihre Zukunft gebracht und deshalb meine Bitte an Sie:

Unterstützen Sie unsere Arbeit für die somalischen Flüchtlinge, unterstützen Sie das Projekt in Kakuma.

Brandanschlag auf Flüchtlingsheim

 

Ich bin zutiefst bestürzt und sehr traurig: Da wird in dem kleinen Ort Tröglitz, mitten in Deutschland, ein Haus in Brand gesetzt, in dem Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Kriegsflüchtlinge aus Syrien und dem Irak, Menschen, die alles verloren haben und aufgegeben mussten.

 

Was für ein unvorstellbarer Hass muss in den Herzen der Menschen sein, dass sie so etwas tun? Was geht in den Köpfen dieser Leute vor, dass sie nun auch noch dem verantwortlichen Landrat drohen, ihn zu töten?

 

Die Flüchtlinge brauchen unserer Hilfe, unser Mitgefühl. Ihre Häuser wurden zerstört, Familienmitglieder sind gestorben, sie wurden vertrieben, sie haben in ihrer Heimat keine Zukunft mehr gesehen. Der Krieg dort hat eine gigantische Flüchtlingswelle erzeugt, Millionen Menschen haben alles verloren - und bei uns wird wegen 40 Flüchtlingen ein Flüchtlingsheim angezündet. Das ist eine Schande.

 

Mut und Hoffnung macht die Haltung der Bürger des kleinen Orts Tröglitz in dem diese unfassbare Tat geschehen ist. Sie haben sich zusammengetan, sind gegen den Hass aufgestanden und haben deutlich gemacht: "Das wollen wir nicht." Die Brandstifter haben im Ort selbst keinen Rückhalt gefunden. Es hat sich Hilfsbereitschaft geregt, die Menschen von Tröglitz haben Wohnraum zur Verfügung gestellt, sie bieten den Flüchtlingen Hilfe an und sie haben gegen den Fremdenhass protestiert: Auf einer Demonstration mitten in Tröglitz. Auf dem Friedensplatz. Was für ein schönes Beispiel für die richtige Willkommenskultur. Das lässt mich hoffen.

 

 Ute-Henriette Ohoven (Sonderbotschafterin der UNESCO)

Interview mit UNESCO-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven

 

Frage: Deutschland steht bei den Industrienationen bei der Zahl der Asylanträge weit vor den USA, Schweden oder Italien an der Spitze. Jetzt werden immer mehr Stimmen laut, das Flüchtlinge eine uneingeschränkte Arbeitserlaubnis bekommen. Was halten Sie davon?

 

Diese Menschen haben sehr oft eine ordentliche Ausbildung im handwerklichen Bereich. Sie wollen arbeiten, sie wollen sich hier eine Existenz aufbauen. Sie wollen nicht monate- oder sogar jahrelang als Almosenempfänger in teilweise trostlosen Lagern leben müssen. Ich bin durchaus der Meinung das wir ihnen die Möglichkeit geben müssen, bei uns eine ihren Fähigkeiten entsprechende Arbeit ergreifen zu können. Dann brauchen sie keine Unterstützung mehr, das würde uns auf der Kostenseite entlasten. Aber sie brauchten noch mehr.

 

Frage: Was denn?

 

Sie brauchen Hilfsprogramme, Unterstützung beim Erlernen der Sprache, die vielen unbegleiteten Jugendlichen müssen in ein Ausbildungsprogramm genommen werden. Wenn man 14 bis 17jährige Jugendliche irgendwo auf dem Land in einem Haus oder Lager isoliert, ihnen nichts anbietet außer Wohnen, ein ungewohntes Essen und hin und wieder ein Gespräch mit einem Sozialarbeiter oder Betreuer - dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn das nicht gut geht.

 

Frage: Tag für Tag wollen Flüchtlinge übers Meer nach Europa. Tag für Tag sterben dabei Menschen. Jetzt wollen deutsche und EU-Politiker diesen Flüchtlingsstrom bereits in den nordafrikanischen Ländern von denen aus die Flüchtlinge in die Boote steigen sozusagen abfangen. Es sollen Lager eingerichtet werden, in denen eine Vorprüfung stattfindet, ob ein Asylantrag überhaupt Aussicht auf Erfolg hat. Sehen Sie darin einen Weg, die Flüchtlingsflut einzudämmen?

 

Ich habe da meine Zweifel. Das ist schon zu spät, denn da sind die Menschen ja schon auf dem Weg. Das Problem muss man dort bekämpfen, wo es entsteht. In Syrien und im Irak können wir nichts tun, das sind ja ausschließlich Kriegsflüchtlinge. Aber die sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge - übrigens ein ganz dummes Wort - denen müssen wir helfen, in ihrer Heimat menschenwürdig leben zu können. Und wenn sie schon hier sind, dann darf ihnen die deutsche Bürokratie keine Knüppel zwischen die Beine werfen.

 

Frage: Wie meinen Sie das?

 

Die Leute können keinen deutschen Führerschein machen, sie warten auf Deutschkurse, die Familien werden getrennt, die Wohnungs- und Arbeitssuche wird erschwert. Wir brauchen mehr Eigeninitiative und weniger Bürokratie die nur verwaltet und nichts voranbringt. Diese Menschen haben Können und Wissen. Die Lager sind überfüllt und teilweise in einem schauerlichen Zustand. Warum lässt man diese Menschen die ihnen zugewiesenen Behausungen nicht selbst renovieren und herrichten?

 

Frage: Deutschland und die EU wollen in der Flüchtlingspolitik umschwenken. Die Arbeit vor Ort, in den Ländern aus denen die Flüchtlinge herkommen, soll verstärkt werden. Ist das der richtige Weg?

 

Es ist auf jeden Fall ein Weg, der weiterhilft. Unser Entwicklungsminister Gerd Müller hat da schon vieles positiv auf den Weg gebracht. Wenn wir den Menschen in den Flüchtlingsgebieten Schwarzafrikas Hilfe zur Selbsthilfe anbieten, wenn wir es schaffen dort die Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern - dann können wir die Flüchtlingsflut eindämmen.

 

Frage: Und das klappt?

 

Ja, das klappt. Das weiss ich aus meiner Arbeit mit unserer Stiftung Bildung für Kinder in Not. Es hilft doch nichts Millionen über Millionen als Almosen zu verteilen. Das Geld muss so ausgegeben werden, das es neue Ausbildung schafft, neue Arbeitsplätze, neue Hoffnung auf eine selbstbestimmte Zukunft. Bildung ist das A und O. Und dann kommt als Zweites der richtige Einsatz von Geld und die richtige Hilfe. Wir müssen dort Arbeitsplätze schaffen - dann suchen die Menschen diese nicht bei uns, sondern bleiben lieber in ihrer Heimat.

 

Frage: Können Sie das an einem Beispiel darstellen?

 

Ja. Wir betreiben in der Casamance im Senegal ein multifunktionales Projekt. Das besteht im Bau eines Ganztagsschulzentrums, der Errichtung von medizinischen Stationen, Lehrgängen in Hygiene und der richtigen Ernährung für die Frauen sowie Lehrprogramme für den Anbau von Reissorten, die den klimatischen Bedingungen der Casamance angepasst sind. Dadurch werden viele Arbeitsplätze geschaffen, die Familien können Überschüsse erzeugen, die auf dem Markt verkauft werden, das wiederum investiert werden kann: In landwirtschaftliche Maschinen, in Vieh, in Brunnen usw. Wenn die Menschen dort sehen, das es vorwärts geht, das sie nicht mehr hungern müssen, das ihre Kinder nicht mehr an Infektionen sterben müssen, das sie eine Schulbildung bekommen mit der sie in einen Beruf einsteigen können - und das sie dann auch einen Arbeitsplatz finden - dann wollen die doch nicht mehr weg. Dann trocknen wir den Flüchtlingsstrom an der Quelle aus. Und die Schleuser-Mafia verschwindet damit.

 

Frage: Ist die denn ein so großes Problem?

 

Natürlich. Die setzen ja die Flucht-Maschinerie in Gang, die produzieren Flüchtlinge.

 

Frage: Wie das denn?

 

Die gehen in die Dörfer und werben: "Wir bringen Deinen Sohn oder Deine Tochter nach Europa. Dort können sie schnell viel Geld verdienen. Das Geld strecken wir euch vor. Wir bezahlen alles. Und ihr zahlt uns nach einem Jahr nach und nach das Geld zurück." Die armen Familien verschulden sich mit horrenden Summen bei den Schleusern. Dann geht die Reise los. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Sie sterben auf dem Weg - oder sie kommen in Europa an und landen in einem Lager. Und haben keine Chance, Geld zu verdienen. Sie würden alle gern arbeiten, egal was - aber sie dürfen nicht. Und nach einem Jahr beginnt die Flüchtlings-Mafia erbarmungslos, das vorgestreckte Geld einzutreiben. Das wissen die Flüchtlinge, die bei uns verzweifelt darauf warten arbeiten zu dürfen. Was sollen sie tun: Sie müssen Geld machen, egal wie. Das führt in die Kriminalität und in den Drogenhandel.

 

Frage: Was ist der Ausweg?

 

Zwei Dinge müssen wir tun: Den Menschen in ihrer Heimat bessere Lebensbedingungen verschaffen und denen, die bei uns sind, das Arbeiten erlauben. So schnell wie möglich. Unsere Industrie, unser Mittelstand, unsere Handwerker suchen händeringend Nachwuchs. Und das Potential, das die jungen Flüchtlinge darstellen, bleibt ungenutzt. Das kann ich einfach nicht begreifen.

 

Liebe Freunde,

 

durch den gestrigen Flugzeugabsturz mussten wir wieder auf leidvolle Weise feststellen, wie schnell das Leben zu Ende sein kann, wie nah Freude & schöne Erlebnisse und Entsetzen & Trauer nebeneinander liegen...

 

Jeder Tag hier auf Erden ist ein Geschenk. Ich und das gesamte Team der Stiftung UNESCO sind zutiefst bestürzt: Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen.

 

Dr. h.c. Ute Henriette Ohoven

(UNESCO Sonderbotschafterin)

WASSER IST LEBEN

 

Am vergangene Sonntag wurde von den Vereinten Nationen zum „Weltwassertag“ erklärt. Der Weltwassertag wurde von UN 1992 ins Leben gerufen und findet jährlich am 22. März statt.

 

Der "Weltwassertag" findet jedes Jahr unter einem anderen Motto statt. Dieses Jahr lautet das Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung“. In diesem Jahr ist das Thema "Wasser und nachhaltige Entwicklung - Water and Sustainable Development".

 

Mit unserem Projekt "WE- Water Experience" tragen wir in China, dem bevölkerungsreichsten Land der Erde, mit Aufklärungs- und Bildungskampagnen dazu bei, nachhaltig und reflektiert mit der lebensspendenden Ressource Wasser umzugehen. Jeder kann Wasser einsparen: Auch viele kleine Tropfen werden irgendwann zu einem großen Ozean….

‪#‎savewater‬ ‪#‎wewaterexperience‬

Erdbeben Haiti: Hilfe für Kinder immer noch nötig

 

Sie leben in Erdhöhlen, Wellblech- und Pappbuden, es herrschen Hunger, Gewalt und immer wieder brechen neue Seuchen aus: “Canaan”, ein gigantischer Slum, außerhalb von Port au Prince gelegen.


Haiti, fünf Jahre nach dem verheerenden Erdbeben – das ist genau wie das Haiti 2010, zehn Tage nach dem Erdbeben. Geschätzte 300.000 Menschen leben hier in einem Hangar. Sie sind vor fünf Jahren aus der schwer zerstörten Hauptstadt geflohen. Die Stiftung UNESCO – Bildung für Kinder in Not hatte damals gemeinsam mit den Don Bosco-Brüdern eine Aktion für die notleidenden Kinder gestartet. Was ist daraus geworden? Ist nach dem Erdbeben die Hilfe für die Kinder immer noch nötig?


Damals sind die Ausbildungsstätten, die Schulen und der Kindergarten der Don Bosco –Brüder, die nahe am gigantischen Slum “Cité soleil” liegen, zu über 50 Prozent durch das Erdbeben zerstört worden.


In den Trümmern starben 237 Jungen und Mädchen, die eine Ausbildung zur Krankenschwester bei den Don Bosco-Brüdern machten. Pater Lephene startete sofort ein Hilfsprogramm, das von der Stiftung UNESCO – Bildung für Kinder in Not unterstützt wurde: “Plötzlich hatten wir es mit unendlich vielen Waisen- und Straßenkindern zu tun. Die klopften bei uns an. Sie waren hungrig, sie waren krank, sie hatten keine Zukunft. Ich konnte sie doch nicht einfach wegschicken.” Er startete ein Sofortprogramm um den Kindern zu helfen.

 

 

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Weihnachts - Spendenaktion 2014

der Recklinghäuser Zeitung & der Stiftung UNESCO

Seit 14 Jahren Besteht die Medienpartnerschaft zwischen der Recklinghäuser Zeitung und der Stiftung UNESCO nun schon. Zusammen mit den treuen Leserinnen und Lesern werden weltweite Projekte der Stiftung UNESCO – Bildung für Kinder in Not unterstützt: unter anderem in Brasilien, Ägypten, Tibet, Haiti und dieses Jahr in der Republik Senegal! Aufklärung und Schutz vor Ebola ist das Hauptziel des Projekts, das durch die Weihnachts-Spendenaktion unterstützt wird. 

In all den Jahren ist bis jetzt die unglaubliche Summe von 1 206 947 Euro gespendet worden! Danke dafür und für das herausragende Engagement der Verlagsführung und der LeserInnen !

Einige interessante Beiträge und persönliche Geschichten aus dem Senegal finden Sie, wenn Sie die folgenden Links anklicken:

 

Schwere Arbeit, die sich lohnt, (RZ, 09.01.2015)

Sie wollen lernen, (RZ 07.01.2015)

Von Geburt an in guten Händen, (RZ, 05.01.2015)

Unsere Helfer im Senegal, (02.01.2015)

Erste Hilfe fürs Überleben, (31.12.2014)

„Wir sind stark!“, (RZ, 29.12.2014)

Schattenkinder, (RZ, 24.12.2014)

Kleine Wunder, (RZ, 22.12.2014)

AIDS - Die verschwiegene Gefahr, (RZ, 19.12.2014)

Die andere Seite des Islam, (RZ, 17.12.2014)

Ein Lehrer für 32 Euro im Monat, (RZ, 15.12.2014)

Vergebliche Flucht vor der Armut, (RZ, 10.12.2014)

Willkommen im Leben, (RZ, 09.12.2014)

Drei Schicksale, (RZ, 05.12.2014)

Schwerer Kampf gegen Ebola, (RZ, 03.12.2014)

Bannas verlorene Kindheit, (RZ, 28.11.2014)

Frauen bringen den Fortschritt, (RZ, 26.11.2014)

 

 

 

Bhutan: Wir helfen einer Bergschule

zwischen Tradition und Fortschritt

 

Sona tanzt. Hingegeben wiegt sich das Kind zu den Melodien und Texten, die von den anderen Kindern gesungen werden. Es hat die Hände an die Wangen gelegt, ist ganz im Tanz versunken. Die Traditionen Bhutans, die alten Lieder und Tänze, gehören mit zum Lehrplan der Schule. Das ist gut so. Denn in der Hauptstadt Thimphu sieht man immer mehr Jugendliche, die versuchen, einen anderen fremden Lebensstil nachzuahmen. Und in Bhutan ist da das große Vorbild Südkorea. Sie ahmen die Frisuren nach, sie tragen T-Shirts mit südkoreanischen Popstars, sie hören südkoreanische Musik. Schulleiter Nima: "Das kann nicht unser Ziel sein. Wir müssen modern erziehen und unsere Tradition wahren. Sonst wird unser Land zerbrechen."


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UNESCO-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven stellt Ihre Mitarbeiter im Senegal vor.

 

Liebe Freunde und Sponsoren der Stiftung - UNESCO Bildung für Kinder in Not,

 

wir engagieren uns zur Zeit sehr stark im Süden des Senegals, in der Casamance, an der Grenze zu Guinea und Guinea-Bissau. Dort haben wir ein großes Projekt zur Verbesserung der medizinischen und sanitären Situation, zur Verbesserung der Landwirtschaft und gemeinsam mit der ZF Friedrichshafen AG ein Projekt zur Verbesserung der Schulbildung gestartet. Wir errichten Gesundheitsstationen, Schulen und bilden Frauen und Männer im Reisanbau aus. Zudem haben wir angesichts der drohenden Ebola-Epidemie eine große Aufklärungs- und Schutzkampagne für die Landbevölkerung gestartet. Der Senegal ist unmittelbar von der Seuche bedroht, denn er grenzt direkt an Guinea und die Grenzen sind nicht zu überwachen. 

 

Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Ihnen die Menschen vorzustellen, mit denen wir in Senegal seit vielen Jahren eng und sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten. Ohne die Kenntnisse unserer einheimischen Mitarbeiter könnten wir in der Casamance nicht so viel erreichen. Sie kennen das Land und die Menschen. Sie sind dort geboren und sprechen die Sprache der Einheimischen. Vor allem wissen sie, was geht, und was nicht geht. Denn Vieles, das für uns selbstverständlich ist, ist für die Menschen in den Projektgebieten neu und ungewohnt und verstößt sogar manchmal gegen jahrhundertealte Traditionen.

 

Sehr oft ist die Macht der Medizinmänner, der Marabouths, in den Dörfern noch ungebrochen. Noch sind Verhaltensweisen - wie zum Beispiel bei Ebola - mit Tabus behaftet, die wir nicht einfach brechen können. Wir müssen überzeugen und dafür brauchen wir die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten: Unsere senegalesischen Helfer. Drei von ihnen möchte ich Ihnen vorstellen. 

 

Boubacar Mané: Chefkoordinator im Senegal

 

Anna Gaye: Eine durchsetzungsstarke Frau

 

Youssouph Mané: Unser Mann vor Ort

 

 

 

Mehr Bildung für Kinder

Bau und die Ausstattung einer Schule im Senegal

Im südsenegalesischen Médina Chérif wachsen die meisten Kinder ohne eine Chance auf Bildung heran. Denn viele Eltern können die damit verbundenen Kosten nicht aufbringen - und Mädchen sind häufig aus traditionellen Gründen von einer Einschulung ausgeschlossen. Wer dennoch eine Bildungseinrichtung besuchen darf, muss mit widrigen Lernbedingungen zurechtkommen: Die oft nur behelfsmäßig errichteten Klassenzimmer sind viel zu klein, zudem mangelt es an Lehrmaterialien und Verpflegung.


Die Stiftung „UNESCO - Bildung für Kinder in Not"  und „ZF hilft." setzen diesen Missständen ein Ende: In Médina Chérif soll eine neue Schule in massiver Ziegelbauweise entstehen. Diese wird mehr als 500 Kindern einen altersgerechten Unterricht bieten. Der geplante Trinkwasserbrunnen sowie Gemüsegärten und eine Kantine gewährleisten eine gesunde Ernährung - für eine Ausbildung, die auf einem soliden, zukunftssicheren Fundament steht.


Durch den Bau und die Ausstattung einer neuen Schule mit fünf Klassen soll die Einschulungsrate erhöht werden. Neben der Schule werden zwei Reihen von Toilettenanlagen, ein Verwaltungsgebäude und Brunnen mit hydraulischer Anlage für die Gewährleistung von trinkbarem Wasser gebaut. Aber mit leerem Magen lernt es sich nicht besonders gut - zwei schulische Gemüsegärten sollen Abhilfe schaffen und den Kindern helfen, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.
Wie alle Schulprojekte der Stiftung UNESCO wird auch dieses in enger Zusammenarbeit mit dem senegalesischen Bildungsministerium durchgeführt. Letzteres übernimmt die Lehrergehälter sowie die Betriebskosten der Schulen. Bislang wurden alle Bildungsprojekte der Stiftung UNESCO auf diese Weise nach Beendigung der Projektdauer nachhaltig weitergeführt.

Zwei erfolgreiche Projekte der Stiftung UNESCO:

Nachtschulen in Bangladesch und Verbesserung der Landwirtschaftlichen Produktion in Burkina Faso

 

Die schlechten Nachrichten häufen sich: Millionen Menschen fliehen im Nahen Osten vor Krieg und Terror, im Osten der Ukraine brennen Häuser, schon fast eine halbe Millionen Frauen, Kinder, Männer sind vor dem Bürgerkrieg geflohen. Die großen afrikanischen Probleme werden durch die todbringende Seuche Ebola verstärkt - unsere Welt ist in einem schlechten Zustand. Doch dann entzünden zwei Nachrichten wieder ein Licht der Hoffnung in der Dunkelheit dieser düsteren Tage: Zwei Berichte über Erfolge in unseren Projekten, an denen wir Euch sehr gerne teilhaben lassen wollen.

Seit zwei Jahren ist die Stiftung UNESCO - Bildung für Kinder in Not im Projekt "Nachtschulen" in Bangladesch engagiert. Wir holen Straßenkinder in unsere Nachtschulen, geben ihnen die Chance über Bildung sich selbst eine bessere Zukunft zu gestalten. Dieses Projekt ist ein großer Erfolg, über 1400 Kinder haben wir bereits aufgenommen. Nun haben uns Mitarbeiter dieses Projektes Fotos geschickt. Fotos der Kinder in einem öffentlichen Schwimmbad in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs. Wer nicht weiß, in welchem unsäglichen Elend diese Kinder leben müssen, der kann nicht nachfühlen, was dieses Erlebnis für die Kinder bedeutet. Alltäglich sind sie Missbrauch und Misshandlungen ausgesetzt oder werden als billige Arbeitskräfte in Fabriken und Manufakturen versklavt. Endlich können sie für eine kurze Zeit so sein, wie andere Kinder auch. Welch ein Glück diese Fotos ausstrahlen, welch Fröhlichkeit…

Die zweite frohe Botschaft kommt aus Burkina Faso. Dort haben wir in der trockenen Sahelzone mit den ortsansässigen Bauern ein Projekt gestartet, um die landwirtschaftliche Produktion zu steigern. Es wurden Geräte gekauft und die Menschen wurden geschult verbessertes Saatgut einzusetzen. Jetzt wurde die Ernte des Grundnahrungsmittels Sorghum-Hirse eingebracht: Ein doppelt so hoher Ertrag wie in den vorherigen Jahren. Das ist ein großer Erfolg unserer Arbeit, der uns sehr glücklich macht. Denn damit gibt es keinen Hunger bis zur nächsten Ernte, der Überschuss kann verkauft werden und mit dem Gewinn können neue Maschinen und neues Saatgut gekauft werden. "Hilfe zur Selbsthilfe" - hier wurde dieses Motto vorbildlich verwirklicht.

 

 

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