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Bhutan: Wir helfen einer Bergschule

 

Sona tanzt. Hingegeben wiegt sich das Kind zu den Melodien und Texten, die von den anderen Kindern gesungen werden. Es hat die Hände an die Wangen gelegt, ist ganz im Tanz versunken. Die Traditionen Bhutans, die alten Lieder und Tänze, gehören mit zum Lehrplan der Schule. Das ist gut so. Denn in der Hauptstadt Thimphu sieht man immer mehr Jugendliche, die versuchen, einen anderen fremden Lebensstil nachzuahmen. Und in Bhutan ist da das große Vorbild Südkorea. Sie ahmen die Frisuren nach, sie tragen T-Shirts mit südkoreanischen Popstars, sie hören südkoreanische Musik. Schulleiter Nima: "Das kann nicht unser Ziel sein. Wir müssen modern erziehen und unsere Tradition wahren. Sonst wird unser Land zerbrechen."

 

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UNESCO-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven stellt Ihre Mitarbeiter im Senegal vor.

 

Liebe Freunde und Sponsoren der Stiftung - UNESCO Bildung für Kinder in Not,

 

wir engagieren uns zur Zeit sehr stark im Süden des Senegals, in der Casamance, an der Grenze zu Guinea und Guinea-Bissau. Dort haben wir ein großes Projekt zur Verbesserung der medizinischen und sanitären Situation, zur Verbesserung der Landwirtschaft und gemeinsam mit der ZF Friedrichshafen AG ein Projekt zur Verbesserung der Schulbildung gestartet. Wir errichten Gesundheitsstationen, Schulen und bilden Frauen und Männer im Reisanbau aus. Zudem haben wir angesichts der drohenden Ebola-Epidemie eine große Aufklärungs- und Schutzkampagne für die Landbevölkerung gestartet. Der Senegal ist unmittelbar von der Seuche bedroht, denn er grenzt direkt an Guinea und die Grenzen sind nicht zu überwachen. 

 

Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Ihnen die Menschen vorzustellen, mit denen wir in Senegal seit vielen Jahren eng und sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten. Ohne die Kenntnisse unserer einheimischen Mitarbeiter könnten wir in der Casamance nicht so viel erreichen. Sie kennen das Land und die Menschen. Sie sind dort geboren und sprechen die Sprache der Einheimischen. Vor allem wissen sie, was geht, und was nicht geht. Denn Vieles, das für uns selbstverständlich ist, ist für die Menschen in den Projektgebieten neu und ungewohnt und verstößt sogar manchmal gegen jahrhundertealte Traditionen.

 

Sehr oft ist die Macht der Medizinmänner, der Marabouths, in den Dörfern noch ungebrochen. Noch sind Verhaltensweisen - wie zum Beispiel bei Ebola - mit Tabus behaftet, die wir nicht einfach brechen können. Wir müssen überzeugen und dafür brauchen wir die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten: Unsere senegalesischen Helfer. Drei von ihnen möchte ich Ihnen vorstellen. 

 

Boubacar Mané: Chefkoordinator im Senegal

 

Anna Gaye: Eine durchsetzungsstarke Frau

 

Youssouph Mané: Unser Mann vor Ort

 

 

 

Mehr Bildung für Kinder

Bau und die Ausstattung einer Schule im Senegal

Im südsenegalesischen Médina Chérif wachsen die meisten Kinder ohne eine Chance auf Bildung heran. Denn viele Eltern können die damit verbundenen Kosten nicht aufbringen - und Mädchen sind häufig aus traditionellen Gründen von einer Einschulung ausgeschlossen. Wer dennoch eine Bildungseinrichtung besuchen darf, muss mit widrigen Lernbedingungen zurechtkommen: Die oft nur behelfsmäßig errichteten Klassenzimmer sind viel zu klein, zudem mangelt es an Lehrmaterialien und Verpflegung.


Die Stiftung „UNESCO - Bildung für Kinder in Not"  und „ZF hilft." setzen diesen Missständen ein Ende: In Médina Chérif soll eine neue Schule in massiver Ziegelbauweise entstehen. Diese wird mehr als 500 Kindern einen altersgerechten Unterricht bieten. Der geplante Trinkwasserbrunnen sowie Gemüsegärten und eine Kantine gewährleisten eine gesunde Ernährung - für eine Ausbildung, die auf einem soliden, zukunftssicheren Fundament steht.


Durch den Bau und die Ausstattung einer neuen Schule mit fünf Klassen soll die Einschulungsrate erhöht werden. Neben der Schule werden zwei Reihen von Toilettenanlagen, ein Verwaltungsgebäude und Brunnen mit hydraulischer Anlage für die Gewährleistung von trinkbarem Wasser gebaut. Aber mit leerem Magen lernt es sich nicht besonders gut - zwei schulische Gemüsegärten sollen Abhilfe schaffen und den Kindern helfen, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.
Wie alle Schulprojekte der Stiftung UNESCO wird auch dieses in enger Zusammenarbeit mit dem senegalesischen Bildungsministerium durchgeführt. Letzteres übernimmt die Lehrergehälter sowie die Betriebskosten der Schulen. Bislang wurden alle Bildungsprojekte der Stiftung UNESCO auf diese Weise nach Beendigung der Projektdauer nachhaltig weitergeführt.

Zwei erfolgreiche Projekte der Stiftung UNESCO:

Nachtschulen in Bangladesch und Verbesserung der Landwirtschaftlichen Produktion in Burkina Faso

 

Die schlechten Nachrichten häufen sich: Millionen Menschen fliehen im Nahen Osten vor Krieg und Terror, im Osten der Ukraine brennen Häuser, schon fast eine halbe Millionen Frauen, Kinder, Männer sind vor dem Bürgerkrieg geflohen. Die großen afrikanischen Probleme werden durch die todbringende Seuche Ebola verstärkt - unsere Welt ist in einem schlechten Zustand. Doch dann entzünden zwei Nachrichten wieder ein Licht der Hoffnung in der Dunkelheit dieser düsteren Tage: Zwei Berichte über Erfolge in unseren Projekten, an denen wir Euch sehr gerne teilhaben lassen wollen.

Seit zwei Jahren ist die Stiftung UNESCO - Bildung für Kinder in Not im Projekt "Nachtschulen" in Bangladesch engagiert. Wir holen Straßenkinder in unsere Nachtschulen, geben ihnen die Chance über Bildung sich selbst eine bessere Zukunft zu gestalten. Dieses Projekt ist ein großer Erfolg, über 1400 Kinder haben wir bereits aufgenommen. Nun haben uns Mitarbeiter dieses Projektes Fotos geschickt. Fotos der Kinder in einem öffentlichen Schwimmbad in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs. Wer nicht weiß, in welchem unsäglichen Elend diese Kinder leben müssen, der kann nicht nachfühlen, was dieses Erlebnis für die Kinder bedeutet. Alltäglich sind sie Missbrauch und Misshandlungen ausgesetzt oder werden als billige Arbeitskräfte in Fabriken und Manufakturen versklavt. Endlich können sie für eine kurze Zeit so sein, wie andere Kinder auch. Welch ein Glück diese Fotos ausstrahlen, welch Fröhlichkeit…

Die zweite frohe Botschaft kommt aus Burkina Faso. Dort haben wir in der trockenen Sahelzone mit den ortsansässigen Bauern ein Projekt gestartet, um die landwirtschaftliche Produktion zu steigern. Es wurden Geräte gekauft und die Menschen wurden geschult verbessertes Saatgut einzusetzen. Jetzt wurde die Ernte des Grundnahrungsmittels Sorghum-Hirse eingebracht: Ein doppelt so hoher Ertrag wie in den vorherigen Jahren. Das ist ein großer Erfolg unserer Arbeit, der uns sehr glücklich macht. Denn damit gibt es keinen Hunger bis zur nächsten Ernte, der Überschuss kann verkauft werden und mit dem Gewinn können neue Maschinen und neues Saatgut gekauft werden. "Hilfe zur Selbsthilfe" - hier wurde dieses Motto vorbildlich verwirklicht.

 

 

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