Aktuelles

Erfolgsmeldungen aus dem unabhängigen Königreich Bhutan

Computer-Kurse für die Mönche im Tharpaling Klöster

 

Bei all den Unglücksmeldungen, die zurzeit täglich auf uns einstürzen, ist es einfach schön, auch Gutes und Positives zu erfahren. Vor einem Jahr hat die Stiftung UNESCO - Bildung für Kinder in Not zusammen mit der "Recklinghäuser Zeitung" eine Spendenaktion für die Kinder von Bhutan gestartet. Jetzt haben wir die ersten Fotos der sehr gelungenen Arbeit erhalten. Eines der Projekte hatte die Ausstattung des Klosters Tharpaling mit modernen Computern und dem nötigen Zubehör als Projektziel. Das Kloster ist über 700 Jahre alt und spielt im buddhistischen Kulturkreis eine große Rolle. Sein Abt Ringpoche ist ein Mann, der begriffen hat, worauf es ankommt: "Wir müssen uns der Neuzeit stellen. Es genügt nicht mehr, dass wir unsere Novizen nur in den religiösen Ritualen unterrichten. Sie müssen lernen, sie müssen studieren - und sie müssen ihr Wissen weitergeben."

 

Dabei unterstützt ihn die Stiftung UNESCO - Bildung für Kinder in Not. Ich möchte Ihnen schildern, wie solch ein Projekt von der Stiftung und dem Förderverein Pro Kinderhilfe angegangen und durchgeführt wird: Wir waren vor Ort und unsere Projektmanager haben sich vor Ort sachkundig gemacht, waren zwei Tage im Kloster und haben die Bedingungen erkundet. Dann hat unsere einheimische Mitarbeiterin Karma Yandong zusammen mit dem Abt, den Mönchen und den Novizen einen Bedarfsplan erarbeitet: Was wird gebraucht, in welcher Reihenfolge und wie viele Computer? Der Plan wurde geprüft, es wurde einiges geändert und dann wurde er genehmigt. Dabei achten wird strikt darauf, dass wir so viel wie möglich mit einheimischen Lieferanten arbeiten. So wurden zum Beispiel die benötigten Möbel, Stühle, Computertische etc., in der Hauptstadt Thimphu kostengünstig in einer Tischlerwerkstatt für behinderte Jugendliche, ebenfalls eines unserer Projekte, gefertigt.

 

So wird der Projektplan Punkt für Punkt abgearbeitet. Das Geld für den nächsten Abschnitt wird erst freigegeben, wenn der vorherige Abschnitt vollständig abgeschlossen ist. Der nächste Projektabschnitt beinhaltet die Ausstattung der Unterrichts- und Schlafräume mit Heizmöglichkeiten. Bisher war jeder Unterricht im Winter bei Temperaturen weit unter minus 20 Grad unmöglich – es war einfach zu kalt. 

 

Wenn ich solche schönen Erfolgsmeldungen erhalte, dann bin ich glücklich. Dann weiß ich, dass sich die Arbeit der Stiftung gelohnt hat. Ich möchte mich im Namen der Kinder von Bhutan bedanken, dass Sie mit Ihren Spenden mitgeholfen haben, dieses und weitere Projekte in Bhutan zu verwirklichen.

 

Bildmaterial erhalten Sie hier !

 

UNESCO-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven stellt Ihre Mitarbeiter im Senegal vor.

 

Liebe Freunde und Sponsoren der Stiftung - UNESCO Bildung für Kinder in Not,

 

wir engagieren uns zur Zeit sehr stark im Süden des Senegals, in der Casamance, an der Grenze zu Guinea und Guinea-Bissau. Dort haben wir ein großes Projekt zur Verbesserung der medizinischen und sanitären Situation, zur Verbesserung der Landwirtschaft und gemeinsam mit der ZF Friedrichshafen AG ein Projekt zur Verbesserung der Schulbildung gestartet. Wir errichten Gesundheitsstationen, Schulen und bilden Frauen und Männer im Reisanbau aus. Zudem haben wir angesichts der drohenden Ebola-Epidemie eine große Aufklärungs- und Schutzkampagne für die Landbevölkerung gestartet. Der Senegal ist unmittelbar von der Seuche bedroht, denn er grenzt direkt an Guinea und die Grenzen sind nicht zu überwachen. 

 

Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Ihnen die Menschen vorzustellen, mit denen wir in Senegal seit vielen Jahren eng und sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten. Ohne die Kenntnisse unserer einheimischen Mitarbeiter könnten wir in der Casamance nicht so viel erreichen. Sie kennen das Land und die Menschen. Sie sind dort geboren und sprechen die Sprache der Einheimischen. Vor allem wissen sie, was geht, und was nicht geht. Denn Vieles, das für uns selbstverständlich ist, ist für die Menschen in den Projektgebieten neu und ungewohnt und verstößt sogar manchmal gegen jahrhundertealte Traditionen.

 

Sehr oft ist die Macht der Medizinmänner, der Marabouths, in den Dörfern noch ungebrochen. Noch sind Verhaltensweisen - wie zum Beispiel bei Ebola - mit Tabus behaftet, die wir nicht einfach brechen können. Wir müssen überzeugen und dafür brauchen wir die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten: Unsere senegalesischen Helfer. Drei von ihnen möchte ich Ihnen vorstellen. 

 

Boubacar Mané: Chefkoordinator im Senegal

 

Anna Gaye: Eine durchsetzungsstarke Frau

 

Youssouph Mané: Unser Mann vor Ort

 

 

 

Mehr Bildung für Kinder

Bau und die Ausstattung einer Schule im Senegal

Im südsenegalesischen Médina Chérif wachsen die meisten Kinder ohne eine Chance auf Bildung heran. Denn viele Eltern können die damit verbundenen Kosten nicht aufbringen - und Mädchen sind häufig aus traditionellen Gründen von einer Einschulung ausgeschlossen. Wer dennoch eine Bildungseinrichtung besuchen darf, muss mit widrigen Lernbedingungen zurechtkommen: Die oft nur behelfsmäßig errichteten Klassenzimmer sind viel zu klein, zudem mangelt es an Lehrmaterialien und Verpflegung.


Die Stiftung „UNESCO - Bildung für Kinder in Not"  und „ZF hilft." setzen diesen Missständen ein Ende: In Médina Chérif soll eine neue Schule in massiver Ziegelbauweise entstehen. Diese wird mehr als 500 Kindern einen altersgerechten Unterricht bieten. Der geplante Trinkwasserbrunnen sowie Gemüsegärten und eine Kantine gewährleisten eine gesunde Ernährung - für eine Ausbildung, die auf einem soliden, zukunftssicheren Fundament steht.


Durch den Bau und die Ausstattung einer neuen Schule mit fünf Klassen soll die Einschulungsrate erhöht werden. Neben der Schule werden zwei Reihen von Toilettenanlagen, ein Verwaltungsgebäude und Brunnen mit hydraulischer Anlage für die Gewährleistung von trinkbarem Wasser gebaut. Aber mit leerem Magen lernt es sich nicht besonders gut - zwei schulische Gemüsegärten sollen Abhilfe schaffen und den Kindern helfen, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.
Wie alle Schulprojekte der Stiftung UNESCO wird auch dieses in enger Zusammenarbeit mit dem senegalesischen Bildungsministerium durchgeführt. Letzteres übernimmt die Lehrergehälter sowie die Betriebskosten der Schulen. Bislang wurden alle Bildungsprojekte der Stiftung UNESCO auf diese Weise nach Beendigung der Projektdauer nachhaltig weitergeführt.

Zwei erfolgreiche Projekte der Stiftung UNESCO:

Nachtschulen in Bangladesch und Verbesserung der Landwirtschaftlichen Produktion in Burkina Faso

 

Die schlechten Nachrichten häufen sich: Millionen Menschen fliehen im Nahen Osten vor Krieg und Terror, im Osten der Ukraine brennen Häuser, schon fast eine halbe Millionen Frauen, Kinder, Männer sind vor dem Bürgerkrieg geflohen. Die großen afrikanischen Probleme werden durch die todbringende Seuche Ebola verstärkt - unsere Welt ist in einem schlechten Zustand. Doch dann entzünden zwei Nachrichten wieder ein Licht der Hoffnung in der Dunkelheit dieser düsteren Tage: Zwei Berichte über Erfolge in unseren Projekten, an denen wir Euch sehr gerne teilhaben lassen wollen.

Seit zwei Jahren ist die Stiftung UNESCO - Bildung für Kinder in Not im Projekt "Nachtschulen" in Bangladesch engagiert. Wir holen Straßenkinder in unsere Nachtschulen, geben ihnen die Chance über Bildung sich selbst eine bessere Zukunft zu gestalten. Dieses Projekt ist ein großer Erfolg, über 1400 Kinder haben wir bereits aufgenommen. Nun haben uns Mitarbeiter dieses Projektes Fotos geschickt. Fotos der Kinder in einem öffentlichen Schwimmbad in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs. Wer nicht weiß, in welchem unsäglichen Elend diese Kinder leben müssen, der kann nicht nachfühlen, was dieses Erlebnis für die Kinder bedeutet. Alltäglich sind sie Missbrauch und Misshandlungen ausgesetzt oder werden als billige Arbeitskräfte in Fabriken und Manufakturen versklavt. Endlich können sie für eine kurze Zeit so sein, wie andere Kinder auch. Welch ein Glück diese Fotos ausstrahlen, welch Fröhlichkeit…

Die zweite frohe Botschaft kommt aus Burkina Faso. Dort haben wir in der trockenen Sahelzone mit den ortsansässigen Bauern ein Projekt gestartet, um die landwirtschaftliche Produktion zu steigern. Es wurden Geräte gekauft und die Menschen wurden geschult verbessertes Saatgut einzusetzen. Jetzt wurde die Ernte des Grundnahrungsmittels Sorghum-Hirse eingebracht: Ein doppelt so hoher Ertrag wie in den vorherigen Jahren. Das ist ein großer Erfolg unserer Arbeit, der uns sehr glücklich macht. Denn damit gibt es keinen Hunger bis zur nächsten Ernte, der Überschuss kann verkauft werden und mit dem Gewinn können neue Maschinen und neues Saatgut gekauft werden. "Hilfe zur Selbsthilfe" - hier wurde dieses Motto vorbildlich verwirklicht.

 

 

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