Was ist die UNESCO?

UNESCO steht für United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, also Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. 

Am 4. November 1946 wurde die UNESCO mit Sitz in Paris gegründet. Als Sonderorganisation der Vereinten Nationen hat sie ihre eigene Verfassung mit dem berühmten Leitsatz: "Da Kriege in den Köpfen der Menschen entstehen, muss auch der Frieden in den Köpfen der Menschen verankert werden".

Auch ihre eigenen Mitglieder hat die UNESCO – nicht weniger als 192 selbständige Staaten, die sich alle zwei Jahre in Paris treffen, um das Programm und Budget der UNESCO zu beschliessen. In 55 Ländern ist die UNESCO mit ihren Länderbüros und Spezialisten präsent. In jedem Mitgliedsstaat gibt es dazu eine Nationale UNESCO-Kommission, welche gehalten ist, die Ideale der UNESCO und die von ihr geleistete Arbeit, bekannt zu machen. In Deutschland ist dies die Deutsche UNESCO Kommission mit Sitz in Bonn (www.unesco.de).

General-Direktor der UNESCO ist seit 2009 Mrs. Irina Bokova.

Adresse:
UNESCO
7 Place de Fontenoy
F-75007 Paris
Homepage: www.unesco.org 

Die grossen Arbeitsfelder der UNESCO
Die UNESCO fördert den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern in allen Bereichen, die den Geist und die Kultur der Menschen betreffen. Dies ergibt ein sehr weit gefächertes Arbeitsgebiet mit vier Hauptprogrammen:

Bildung für alle – ein Leben lang
- Die Wissenschaften im Dienst der Entwicklung
- Kulturelle Entwicklung: Erbe und Kreativität
- Eine Kommunikations- und Informationsgesellschaft für alle
Da geht es um Welt-Themen wie Alphabetisierung und Schulbesuch für alle Kinder; die neuen Aufgaben der Universitäten; Erforschung und Schutz der Lebensumwelt des Menschen durch wissenschaftliche Zusammarbeit; den Schutz bedeutender Kultur- und Naturstätten; kulturelle Diversität und der notwendige Dialog zwischen den Kulturen; die Förderung von Kreativität und künstlerischem Schaffen; Pressefreiheit und ein verbesserter Zugang der Entwicklungsländer zu den neuen Medien und zu wichtigen Informationen insgesamt. 

Wie arbeitet die UNESCO?
In all diesen Bereichen das neueste Wissen zu meistern und zu verbreiten, ist die Aufgabe von UNESCO Spezialisten in aller Welt. Sie organisieren zum Beispiel Seminare und Ausbildungskurse für das Fachpersonal aller Mitgliedsstaaten, besonders der ärmeren, die auf Schulung angewiesen sind. Sie versuchen, in großen internationalen Konferenzen einen gemeinsamen Standpunkt aller Länder zu globalen Fragen herbeizuführen. Sie stellen ihr Fachwissen als Berater kostenlos zur Verfügung und arbeiten dann auch mit internationalen Partnern wie der Weltbank, UNICEF, oder dem United Nations Development Programm zusammen. Und sie leisten, speziell im Bereich der Bildung, praktische Entwicklungshilfe in ausgesuchten Projekten mit Modellcharakter.

Eine der wichtigsten Quellen privater Spenden ist Deutschland, das unter Führung von UNESCO Sonderbotschafterin Ute Ohoven in den letzten zehn Jahren über 30 Millionen Euro zugunsten des UNESCO Programms "Bildung für Kinder in Not" gesammelt hat.